Chili

laufendes System testweise in ein ESXi hängen

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Hallo.
Nach meiner Migration von einer RS814 auf XPENology (1.04b + DSM 6.2.3-25426) läuft das System prima.
Wichtig ist mir ein geringer Energieverbrauch -SpinDown unktioniert derzeit gut und ich komme unter 20 Watt.
Derweil habe ich mich weiter eingelesen und habe versucht mir zu erarbeiten, was die Vor- und Nachteile einer Virtualisierung unter ESXi sind.

Nun spiele ich mit folgendem Gedanken:
Mein Board hat einen derzeit ungenutzten M.2 Slot. Hier könnte ich ein ESXi installieren, darin eine virtualisierte XPENology-Instanz auf Basis der durchgereichten bestehenden HDD.
Falls ich - aus welchen Gründen auch immer - nicht zufrieden bin, kann ich jederzeit wieder vom USB-Stick booten und die Platten quasi wieder "bare metal" verwenden.
Dem Array ist's hoffentlich egal.

 

Warum will ich das machen:
Ich hatte auf meiner Synology diverse Services laufen (WINS etc.), die bekanntermaßen einen SpinDown verhindern.
Da das DSM aber nur alle oder keine Platte in den Schlaf schickt, sind sechs/acht oder mehr durchlaufende Platten ein teurer Spass.
Die Services habe ich daher unter XPENology alle entfernt, so dass der Ruhezustand jetzt geht.

 

Für irgendwelche solcher Dienste könnte ich unter ESXi eine separate VM einrichten (die z.B. auch auf der M.2 abliegen).
Die Dienste könnten dann dort laufen, während alle durchgereichten HDD des XPENology trotzdem seelenruhig schlafen.

 

Und falls das alles nicht so gut klappt, könnte ich so jederzeit wieder zurück zum Bare Metal XPENology.

 

Wie klingt das?
Übersehe ich irgendwelche Fallstricke?

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Posted (edited)

Ich hab's probiert.
Es war irgendwie ernüchternd.

Kurz ergänzend zum Verständnis meiner Situation:
Ich habe im Keller einen PC (in einem Rack), mit dem ich unter Windows Musik gehört habe, eine CNC-Fräse steuere (Mach3) und solche Sachen.
Den hatte ich "missbraucht", um XPENology aufzusetzen (mit separaten HDD und USB-Stick), meine Windows 128GB M.2-SSD war bis hierhin ausgebaut und unangetastet.

Was war Gedanke und Ziel:
XPENology und meinen Keller-PC parallel auf der Hardware zu betreiben. Den Keller-PC hatte ich mit dem VMWare Converter vorher virtualsisiert (die VM läuft auch, getestet mit VirtualBox auf'm Laptop).

Zwischenfazit:
Nach Installation von ESXi auf der 128GB M.2 SSD war es nicht möglich, virtuelle Maschinen anzulegen, weil kein angelegter "Datenspeicher" für die Ablage von VMs vorhanden war.
Die 128GB hatte ESXi komplett für sich partitioniert. Die große Partition ist dabei vollständig für OS-Daten reserviert und steht nicht für einen "Datenspeicher" zur Verfügung.
So ein Quatsch: da hätte ich neben der M.2-SSD und den Synology-Platten erst noch eine weitere Platte für den VM-Datenspeicher benötigt.
Zudem ist mir erstmal bewusst geworden, dass die Gastsysteme lokal gar nicht nutz- oder bedienbar sind. Da erschließt sich dann erst die Feinheit des Begriffs "Servervirtualsisierung".
Meinen virtualisierten Keller-PC könnte ich im Keller gar nicht bedienen.Nix da, so eine Bastelei fange ich gar nicht erst an.
ESXi scheint daher gänzlich ungeeignet,

 

Wie weiter?
Dann kann ich auch drüber nachdenken, auf meinem Keller-PC unter Windows entweder Hyper-V oder schlicht VirtualBox zu nehmen, um die XPENology als Gast dazu zu nehmen.
Dann müsste mein Keller-PC halt zukünftig 24/7 laufen.
Habe aber festgestellt, dass allein die Soundkarte für die Musi (eine ASUS Xonar DX) den Idle-Stromverbrauch von 19 Watt auf 24 Watt hochtreibt.

 

Deswegen werde ich dann wohl doch auf zwei getrennte Maschinen setzen.
Eine separate XPENology als Nachfolger meiner RS814 und den bewährten Keller-PC., der alle paar Wochen mal sporadisch zum Einsatz kommt.

Erspart eine Menge Frickelei, kommt sich nicht in die Quere und läuft jedes für sich stabil.

Edited by Chili

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6 hours ago, Chili said:

Zudem ist mir erstmal bewusst geworden, dass die Gastsysteme lokal gar nicht nutz- oder bedienbar sind. Da erschließt sich dann erst die Feinheit des Begriffs "Servervirtualsisierung".

du könntest dir zusätzlich einen thin client für rdp hinstellen aber das wird dann irgendwie zu umständlich

 

6 hours ago, Chili said:

Dann kann ich auch drüber nachdenken, auf meinem Keller-PC unter Windows entweder Hyper-V

ja das läge nahe aber dann will xpenology nicht, MS hat da keine richtige hardware emulation für geräte wie kvm oder esxi und der synology kernel den ypenology benutzt hat kein hyper-v support

auch xpenology bare metal mit VMM bringt dich da nicht weiter, da hast du wieder keine lokale konsole

manchmal ist eine alter oder kleine hardware (raspi) einfacher und mit unter auch billiger

  • Thanks 1

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Danke dir. Das bestätigt meine ersten Eindrücke.

Dann bleibe ich auf dem Pfad, einfach nur die RS814 zu ersetzen.

Der Exkurs mit Virtualisierung war Käse. 

 

Die Windows-M.2-SSD meines Keller-PC hatte ich mit ESXi überbügelt (vorher hatte ich ja mit dem Converter eine VM draus gemacht). 

War jetzt ein paar Stunden damit beschäftigt, die VM wieder auf den physischen Rechner bzw. die VMDK wieder auf die M.2-SSD zurück zu migrieren.

 

Das hat erstaunlich gut geklappt.

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Ich habe XPEnology auch in einer VM aber unter Proxmox. Ich bin da sehr zufrieden.

 

Erstmal meine Eckdaten. 

 

4x4TB WD HDD via PCIE Sata expander -> Passthrough zur VM 

1x 128gb SSD wo Proxmox drauf läuft

1x 1TB HDD für Proxmox Templates, iso und so n krams

 

Es kommen noch 2ssds und weitere Festplatten rein. Für meine XPEnology

 

Ich nutze ein Intel J4105 mit 16GB ram. XPEnology hat 2gb RAM und ein Dualcore erstmal bekommen.

 

Ich habe dann XPEnology in Proxmox nach der Anleitung die es hier gibt eingerichtet und die PCI Express Sata Karte an die VM durchgereicht. 

Damit hat XPEnology kompletten Hardware Zugriff auf die 4x4 TB HDD ohne Emulation. Spin-Down, S.M.A.R.T. usw. funktionieren damit. 

 

In Proxmox laufen noch 12 weitere Linux Container (LXC) für smarthome etc. 

So habe ich alles unter einen Hut gebracht.

 

Evtl ist Proxmox ja eine alternative zum testen und spielen?

 

Gruß

Patrick

 

PS: Ich konnte schon in meinem Discord Server viele dazu bringen Proxmox zu nutzen :D

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4 minutes ago, Sakaschi said:

Evtl ist Proxmox ja eine alternative zum testen und spielen?

Kernfrage: lässt sich ein Gast lokal bedienen? 

Damit steht und fällt das bei mir. 

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Was meinste genau mit Lokal bedienen? 

Du kannst direkt im Webinterface von Proxmox ein VNC Viewer verwenden usw.

Im Webinterface erstellt man auch die VMs / LXCs usw. 

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1 hour ago, Sakaschi said:

Was meinste genau mit Lokal bedienen? 

Du kannst direkt im Webinterface von Proxmox ein VNC Viewer verwenden usw.

Im Webinterface erstellt man auch die VMs / LXCs usw. 

Webinterface hat ESXi auch.

Aber wenn ich lokal am Host sitze, habe ich bei ESXi nur ein schwarz/gelbes Fenster und kann nix machen.

Ich will - wie bei VirtualBox - am Host selbst sitzen und das Gast-System (bei mir Keller-PC) bedienen können. 

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achso, ja das haste da leider auch nicht. jedoch wenn du dich mit Linux / Debian auskennst, kannste natürlich XFCE nachinstallieren und hast Proxmox dann als "Dienst" laufen und kannst dennoch daran arbeiten. Ist halt nur Linux dann. Gibt sogar auch Anleitungen dazu

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1 hour ago, Sakaschi said:

achso, ja das haste da leider auch nicht.

Damit ist das für mich tot. Zuviel Bastelei. 

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ja okay, denke aber nicht das man sowas auf Anhieb findet. 

XPEnology ist doch auch bastelei :D

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